Stadtinformationen

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Die Preisträger stehen fest - Ideen- und Realisierungswettbewerb abgeschlossen / Freyung stellt Wettbewerbsarbeiten aus

Freyung. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Bayerischen Landesgartenschau Freyung 2022 ist erreicht.

Am 20. November 2017 tagte das Preisgericht des städtebaulichen-freiraumplanerischen und hochbaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbs zur Bayerischen Landesgartenschau Freyung 2022. „Seit Beginn des Wettbewerbs hat die Bevölkerung gespannt auf die Ideen und Vorschläge der Architekten gewartet. Nun liegen sie vor. Für Freyung ist die Gartenschau eines der ganz zentralen Stadtentwicklungsprojekte der Zukunft.“, so Bürgermeister Heinrich.

Ein "wunder-voller" Besuch in Freyung

Delegation aus Dinkelsbühl informiert sich über erfolgreiche Stadtentwicklung

Freyung. Die Innenstadt von Dinkelsbühl ist ein historisches, städtebauliches Juwel. Wer einmal dort war und nun erfährt, dass eine Delegation aus Dinkelsbühl am Samstag in Freyung war, um sich über erfolgreiche Stadtentwicklung zu informieren, wundert sich vermutlich. Dem Bürgermeister ging es ebenso. „Ich dachte im ersten Moment, das ist ein Spaßanruf“, erklärt Dr. Olaf Heinrich.


Der Hintergrund des Besuchs aus Franken war jedoch, dass Olaf Heinrich im Mai einen Vortrag in Dinkelsbühl zum Thema Regionalentwicklung gehalten hatte. „Wir waren damals so beeindruckt, dass wir das unbedingt sehen wollten“, sagte der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer am Samstagvormittag im Sitzungssaal. Dort kam die gut 30-köpfige Truppe zusammen, um zunächst einige Fakten über die Bayerwald-Stadt zu erfahren.
Bürgermeister Heinrich verhehlte nicht, dass Freyung sich mit Themen wie Sterbeüberhang, der Abwanderung junger Menschen und eine älter werdenden Bevölkerung auseinanderzusetzen habe. Er zeigte aber auf, wie man gemeinsam im Stadtrat versuche, diese Probleme anzugehen und die Zukunft aktiv zu gestalten. „Wir lassen keinerlei Einzelhandelsgeschäfte, die innenstadtrelevant sind, mehr außerhalb des Zentrums zu“, betonte Heinrich. Da die Verkaufsflächen in historischen Gebäuden teilweise zu klein seien, mache eine Vernetzung der Flächen Sinn. Hier hob er die große Leistung von örtlichen Investoren hervor, die sich entschieden, in die Zukunft ihrer Heimat zu investieren. „Wir brauchen nicht auf den Heilsbringer von außen zu warten. Wir sollten uns vielmehr die Frage stellen, wie wir es schaffen, dass unsere Leute hier ihr Kapital einsetzen.“ Mit energischem Kopfnicken quittierten das die Besucher, die gespannt verfolgten, wie sich die Stadt hier konkret einbringe. Am Modell der Brauerei etwa demonstrierte der Freyunger Bürgermeister wie erfolgreich eine genossenschaftliche Beteiligung der Bürger sein kann. Man habe den großen Vorteil gegenüber den Ballungszentren, dass die Menschen in Freyung mit ihrer Heimat noch verwurzelt seien. Die Rendite falle womöglich etwas geringer aus als bei anderen Anlagemöglichkeiten - aber sie mache Sinn und bereite Freude.

 

Seit 10 Jahren Schuldenabbau


Die Gäste hatten im Anschluss noch viele Fragen an Heinrich, etwa ob die Stadt für ihr Engagement neue Schulden machen musste. Dass seit zehn Jahren die Verschuldung kontinuierlich abgebaut wurde, da man große Sparpotentiale nutze, überraschte die Besucher. Auch dass die Stadt frei werdenden Flächen in der Innenstadt erwerbe, um die „Hand drauf zu haben“, was städteplanerisch damit geschieht, fanden sie interessant. Da es im Bauamt keinen Architekten mehr gebe, muss die Stadt Freyung mit verschiedenen Büros zusammenarbeiten, wenn es um die Ausarbeitung von Konzepten geht. „Wir haben tolle Architekturbüros, die auch mal bereit sind, ein Konzept für einen privaten Hausbesitzer zu erstellen, ohne die Sicherheit, danach einen Auftrag zu erhalten“, lobte Heinrich. Das entstehen eines neuen Wir-Gefühls in der Stadt sei aber ein Prozess, der lange dauere und bei dem es immer auch kleine Rückschläge gebe. Ebenso könne man nicht alle Probleme beheben wie beispielsweise den zunehmenden Handel im Internet. So werden mehr als 1.000 Pakete täglich im 9.000-Einwohner-Zustellbezirk Freyung-Ringelai ausgeliefert, was den örtlichen Geschäften erhebliche Konkurrenz mache. 

 

City-Outlet in Dinkelsbühl: abgelehnt 


Davon können auch die Dinkelsbühler ein Lied singen - sie beschäftigen sich politisch derzeit mit einem geplanten Outlet-Center, das aber voraussichtlich keine Mehrheit im Stadtrat bekommen wird. „Wir können uns hier in Freyung etwas orientieren was vielleicht in Dinkelsbühl als Alternative in Frage käme“, meinte der Oberbürgermeister. Er berichtete weiter, dass die anwesenden Stadträte im Rahmen ihrer Sitzung am Freitag Abend in Freyung beschlossen hätten, die Planungen für ein City-Outlet, wie es seit längerem auch in Zwiesel diskutiert wird, zu beenden. Oberbürgermeister Dr. Hammer folgte mit der gesamten Delegation, die zur Häfte aus Stadträten, zur anderen Hälfte aus engagierten Bürgern bestand, seinem Freyunger Kollegen beim Rundgang durch die Stadt. Vom  Kirchenareal bis zum Stadtplatzcenter wurden anerkennende „Ahs“ und „Ohs“ verteilt.
Hatten sich anfangs die Freyunger über die Besuchsanfrage gewundert, so lag die Verwunderung nun auf Seiten der Dinkelsbühler Gäste - ebenso wie die Bewunderung für das bisher Erreichte. „Freyung hat hier wirklich schwierige Voraussetzungen gehabt und bisher Erstaunliches geschaffen. Ich bin gespannt, wie sich diese Stadt weiterentwickelt“, so Christoph Hammer und bedankte sich bei Olaf Heinrich für den netten Empfang. Es war für beide Seiten im wahrsten Wortsinne ein „wunder-voller“ Tag.

 

 

 

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