Stadt Freyung

Nahwärme für Ahornöd: Regional, erneuerbar, zukunftssicher

Von der Planung bis zum Bau sind Unternehmen aus dem Bayerischen Wald beteiligt – Wärme kommt aus regionalen erneuerbaren Energien

Ein weiterer Schritt für die Nahwärmeversorgung der Zukunft ist getan: Mit dem Spatenstich ist der Bau des ersten Teilnetzes Ahornöd gestartet. Die Fundamente für die Heizzentrale sind bereits fertiggestellt, nun beginnen die Hochbauarbeiten. Anfang Oktober werden vier großflächige, vorgefertigte Module angeliefert und vor Ort zur Heizzentrale zusammengesetzt. Parallel dazu werden die ersten Leitungen verlegt und Häuser angeschlossen. Bis zu 60 Hausanschlüsse sind im Bereich Ahornöd möglich. Der Probebetrieb und die Versorgung der angeschlossenen Gebäude sind ab November 2026 vorgesehen. Der weitere Netzausbau in Richtung Winterbergerstraße soll im 2. Bauabschnitt bis Mitte 2027 folgen. Wer sich für einen eigenen Hausanschluss interessiert, kann sich mit Michale Pradl und Korbinian Gibis von der Stadt Freyung Service GmbH in Verbindung setzen. Meldungen bis Ende September können noch im ersten Bauanschnitt, spätere im 2. Bauabschnitt zusammen mit den Hausanschlüssen in der Winterbergerstraße berücksichtigt werden.

Energie aus der Region – Wertschöpfung bleibt vor Ort

Das Projekt Ahornöd setzt nicht nur bei der Wärmeversorgung auf regionale Lösungen. Auch Planung und Umsetzung liegen vollständig in den Händen von Unternehmen aus dem Bayerischen Wald. Die verschiedenen Gewerke wurden ausgeschrieben und an regionale Partner vergeben. „Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass aus der Idee eines Nahwärmenetzes auch ein regionaler Wirtschaftskreislauf entsteht“, sagt Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich. „Die Stadt investiert damit nicht nur in eine sichere und nachhaltige Wärmeversorgung, sondern stärkt gleichzeitig die Unternehmen und Arbeitsplätze in unserer Region. Dass Planung und Umsetzung Hand in Hand mit unseren regionalen Partnern funktionieren, ist ein großer Gewinn.“ Die Grundlage für ein weiteres Nahwärmenetz wurde bereits 2023 gelegt. Untersucht wurde, wo eine weitere dezentrale Nahwärmeversorgung wirtschaftlich und technisch sinnvoll umgesetzt werden kann. Im Rahmen von Machbarkeitsstudien wurden zunächst die Ortsteile Ahornöd, Königsfeld und Kreuzberg betrachtet. „In Ahornöd zeigte sich das größte Potenzial und zugleich ein besonderer Vorteil. Die Nähe zu den Bauhöfen der Stadt und des Landkreises ermöglicht eine wirtschaftliche und technisch sinnvolle Umsetzung“, erläutert der Projektentwickler und Planer Kurt Schiewietz von IVE Ingenieure. Dass Firmen aus dem Bayerischen Wald am Bau des Nahwärmenetztes Ahornöd beteiligt sind, ist für ihn ein großes Plus: „Nur durch diese verlässlichen Partner ist der straffe Zeitplan einzuhalten.“

Moderne Technik verbindet Biomasse und Sonnenenergie

Das Nahwärmenetz Ahornöd setzt auf einen Mix erneuerbarer Energiequellen. In der Heizzentrale entsteht ein Biomassekessel mit 660 Kilowatt Leistung. Als Brennstoff kommt Holz aus der Region zum Einsatz – insbesondere Hackschnitzel aus Rückständen beziehungsweise Restholz aus holzverarbeitenden Betrieben. Ergänzt wird die Anlage mit einer PV-gestützten Wärmepumpe mit 150 Kilowatt Leistung. Sie wird mit der Photovoltaikanlage des Bauhofs gekoppelt. Vor allem in den Sommermonaten soll die Wärmepumpe die angeschlossenen Gebäude mit Wärme versorgen. Die Kesselanlage entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Ein Elektrofilter reduziert die Feinstaubemissionen um 95%. Nach den Projektberechnungen werden im Endausbau rund 43.000 Gramm Feinstaub pro Jahr eingespart und rund 680 Tonnen CO₂ vermieden werden.

Freyung baut seine Nahwärmeversorgung weiter aus

Nahwärme ist in Freyung kein neues Thema. Bereits seit Dezember 2013 ist das Nahwärmewerk an der Zuppinger Straße in Betrieb. Dort wird an 365 Tagen im Jahr Wärme aus Biomasse erzeugt und über das Leitungsnetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Aktuell werden in Freyung bereits rund 120 Gebäude mit Nahwärme versorgt. Mit dem Teilnetz Ahornöd wird dieses Angebot gezielt erweitert. Für die Anschlussnehmer bedeutet der Wechsel auf Nahwärme Komfort: Die eigene Heizungsanlage muss nicht mehr mit Brennstoff versorgt werden, Lagerung und Beschaffung von Energieträgern sowie die Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten entfallen. Auch wirtschaftlich bleibt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung vor Ort: von der Planung über den Bau bis hin zur Nutzung regionaler Energieträger.

2,7 Millionen Euro Investition

Die Investitionskosten für das Teilnetz Ahornöd belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Das Projekt wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) mit einem Zuschuss von 40 Prozent unterstützt. Auch für private Anschlussnehmer bestehen Fördermöglichkeiten durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) - je nach Einkommen können 30 – 70 % für die Hausanschlusskosten beantragt werden. „Wer darüber nachdenkt, sein Gebäude an das Nahwärmenetz anzuschließen, sollte die derzeit bestehenden Fördermöglichkeiten nutzen“, empfiehlt Kurt Schiewietz.

Bauablauf und Verkehr

Der Bauablauf läuft in drei parallelen Strängen: Mit den Hausanschlüssen im Bereich des Bauhofs Freyung wurde bereits begonnen, Anfang Oktober wird das Kesselhaus beim Bauhof aus vorgefertigten Großmodulen errichtet und der Netzausbau im Kranewitweg in Richtung Nordwaldstraße und Winterbergerstraße fortgeführt. Ab November 2026 startet der Probebetrieb. Der Netzausbau in der Winterbergerstraße folgt ab März 2027. Für die Anwohnerinnen und Anwohner hat das Stadtbauamt die Verkehrsführung sorgfältig geplant: Die Arbeiten erfolgen in vier Abschnitten, die Zufahrten werden abends mit Stahlplatten abgedeckt, Behelfsstraßen und ausgewiesene Parkplätze sichern die Erreichbarkeit. Rettungswege sind in enger Abstimmung mit der Polizei jederzeit gewährleistet. Mit dem Spatenstich beginnt damit nicht nur der Bau einer neuen Heizzentrale und eines weiteren Leitungsnetzes. Ahornöd steht zugleich für einen Ansatz, bei dem erneuerbare Energie, moderne Technik und regionale Wertschöpfung zusammengedacht werden. Wärme aus der Region für die Region – umgesetzt von Partnern aus dem Bayerischen Wald.

Bildtext: Mit einem Spatenstich von Michael Pradl, Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich und Korbinian Gibis (v.li.) wurde der Ausbau der Nahwärme im Bereich Ahornöd im Beisein der beteiligten Firmen symbolisch eingeläutet.

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Erfahrung, Verlässlichkeit und Freude an der Arbeit: Stadt Freyung würdigt langjährige Mitarbeiterin des Standesamts

Auf 40 Jahre im Dienst der Stadt Freyung kann Andrea Fuchs zurück blicken.

Anlässlich ihres besonderen Dienstjubiläums wurde die langjährige Mitarbeiterin im Rahmen einer kleinen Feierstunde geehrt. Bis auf zwei Jahre zu Beginn ihres Berufslebens hat sie ihre gesamte berufliche Laufbahn bei der Stadt Freyung verbracht und dabei die Entwicklung der Stadtverwaltung über vier Jahrzehnte hinweg miterlebt und mitgestaltet. Ihre berufliche Laufbahn bei der Stadt Freyung begann Andrea Fuchs zunächst als Schreibkraft. Bereits kurze Zeit später absolvierte sie ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Nach einigen Zwischenstationen innerhalb der Stadtverwaltung führte ihr Weg schließlich zum Standesamt, dem sie bis heute verbunden geblieben ist. Im Jahr 1992 absolvierte sie die entsprechenden Fortbildungen und wurde zur Standesbeamtin bestellt. Von 1995 bis 2021 war Andrea Fuchsals Leiterin des Standesamtes tätig und begleitete hierbei u.a. die Übernahme mehrerer umliegender Standesamtsbezirke in die Zuständigkeit des Standesamtes Freyung. Nach mehr als 25 Jahren an der Spitze des Amtes übergab sie den Staffelstab gerne an einen jüngeren Kollegen. Dem Standesamt ist sie jedoch bis heute als unverzichtbarer Teil des Teams erhalten geblieben. Darüber hinaus ist sie für die Friedhofsverwaltung zuständig.

Wenn Andrea Fuchs auf ihre vier Jahrzehnte bei der Stadt zurückblickt, wird deutlich, wie sehr sich die tägliche Arbeit in dieser Zeit verändert hat. Ihre beruflichen Anfänge waren noch von Schreibmaschinen und umfangreicher Schreibarbeit geprägt. Im alten Rathaus gehörte auch die Telefonvermittlung über lediglich drei vorhandene Leitungen zu ihren Aufgaben. Später hielt die EDV Einzug in die Stadtverwaltung und veränderte die Arbeitsabläufe grundlegend. Heute sind digitale Verfahren selbstverständlich und auch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz halten zunehmend Einzug in den Verwaltungsalltag. Auch die Arbeit im Standesamt hat sich in dieser Zeit deutlich gewandelt. Insbesondere die Anforderungen und die Komplexität des Personenstandsrechts haben erheblich zugenommen. „Früher war es noch die Regel, dass zwei zuvor unverheiratete Freyunger geheiratet haben. Heute haben wir viel häufiger aufwendig zu bearbeitende Fälle, bei denen beispielsweise Rücksprachen mit ausländischen Behörden und umfangreiche Dokumentbeschaffungen notwendig sind“, blickt Andrea Fuchs auf die Veränderungen in ihrem Arbeitsbereich zurück. Trotz aller Veränderungen habe es ihr stets Freude bereitet, bei der Stadtverwaltung zu arbeiten. Besonders wichtig sei dabei auch das gute Miteinander gewesen. „Gerade auf die Kolleginnen und Kollegen war und ist stets Verlass“, so Andrea Fuchs.

Erster Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich gratulierte Andrea Fuchsherzlich zu ihrem außergewöhnlichen Dienstjubiläum und würdigte insbesondere ihre langjährige Erfahrung und ihre umfassenden Fachkenntnisse. Der über Jahrzehnte gewachsene Erfahrungsschatz und die Kenntnisse, die sich eine Mitarbeiterin wie Andrea Fuchs im Laufe ihres Berufslebens aneigne, seien „unbezahlbar“. Gerade im Standesamt, wo neben der fachlichen Kompetenz auch Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Verlässlichkeit gefragt seien, sei dieses Wissen von besonderem Wert. Der Erste Bürgermeister verband seine Glückwünsche mit dem Wunsch, noch viele weitere gemeinsame Jahre im Rathaus Freyung verbringen zu können. Den Glückwünschen schlossen sich der Geschäftsleiter Michael Pradl, der Standesamtsleiter Sebastian Gibis sowie der Personalratsvorsitzende Johannes Kerschbaum gerne an. Bei der feierlichen Überreichung der Dankesurkunde und eines kleinen Geschenks betonten sie die stets vertrauensvolle, kollegiale und gute Zusammenarbeit.
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Umbau des Schulbusbahnhofs gestartet: Mehr Sicherheit für Fahrschüler in Freyung

Freyung. Der geplante Umbau des Schulbusbahnhofs in Oberndorf hat begonnen. Die Baumaßnahme, für die ein Gesamtkostenvolumen von 215.000,00 Euro angesetzt ist, soll bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.
Zum Start der Baumaßnahme informierte sich Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich mit dem technischen Leiter des Städtischen Bauamtes, Lothar Ilg, über die geplante Umsetzung. Wie Fritz Jakob, Geschäftsführer bei der Firma Bachl mitteilte, würden zwei wichtige Gewerke Hand in Hand gehen: Die Umbindung der Elektroleitungen vom alten Trafohaus in den vom Bayernwerk neu errichteten Trafo hangaufwärts in Richtung Realschule. Diese Maßnahme würde zuerst umgesetzt. Sobald damit das Baufeld freigemacht sei, könne das alte Trafogebäude abgerissen und mit der Verbreiterung der Zufahrt begonnen werden. „Wir haben einen sportlichen Zeitplan, gehen aber davon aus, dass wir zu Beginn des neuen Schuljahres mit der Gesamtmaßnahme fertig sind“, erläuterte Dipl. Ing. Alfred Brunner vom beauftragten Ingenieurbüro Wolf aus Grafenau. Der Freyunger Bürgermeister wies darauf hin, dass die Debatte über die Erhöhung der Verkehrssicherheit am Schulbusbahnhof im Oberfeld schon seit Jahren geführt wurde. Der Busbahnhof wird von Schülern der Realschule, des Gymnasiums, der Mittelschule und auch der Grundschule genutzt. Die Fläche ist aktuell noch recht beengt, durch die Umbaumaßnahme werden die Zufahrten verbreitert und die Einstiegsstellen für die Fahrschüler entzerrt. Heinrich dankte in diesem Zusammenhang der Polizeiinspektion Freyung, dem Staatlichen Bauamt Passau, dem Landratsamt Freyung-Grafenau und den beteiligten Planern für die frühzeitige Abstimmung. Auf diesem Wege sei es gelungen, mit dem zur Verfügung stehenden Platzangebot das bestmögliche zu erreichen.
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„Ort schafft Ort“ - Kinoabend im Gewölbehof am 14. Juli 2026 ab 19 Uhr

Baukulturelles Engagement lässt lebendige Orte entstehen.

🪧 Der Dokumentarfilm Ort schafft Ort von Robert Schabus zeigt, wie Baukultur und zivilgesellschaftliches Engagement das Leben in acht österreichischen und deutschen Gemeinden positiv verändern. Der Film beleuchtet Strategien gegen den Leerstand und fördert eine lebendige Ortsentwicklung. Er zeigt auf, dass eine langfristige Planung und die Gestaltung öffentlicher Räume entscheidend sind, um die Identität einer Gemeinde zu stärken.

👉🏼 Der Film ist am 14. Juli um 19 Uhr in Freyung zu sehen. Genießen Sie einen spannenden und informativen Filmabend gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Heinrich und Roland Pongratz mit anschließender Diskussion im Gewölbehof.

🎥 Anmeldung erforderlich über QR Code (Flyer), Anmeldeschluss: 06. Juli

Weitere Infos unter: www.gewölbehof.de

Das Projekt wird gefördert von Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung

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Baumaßnahmen gestartet: Stadt schafft Flächen für Ganztagesbetreuung

Freyung. Ab dem neuen Schuljahr 2026/27 wird ein Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung in der Grundschule für die neuen Erstklässler geschaffen. Um dafür geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können investiert die Stadt Freyung aktuell in den Ausbau des ehemaligen Schwimmbads in der Grundschule. In diesem Bereich werden attraktive Betreuungsflächen geschaffen.

„Um genügend Tageslicht in die Räumlichkeiten zu bringen, schaffen wir neue Lichtschächte. Um diese zu bauen, ist aktuell die Nutzung eines Teilbereichs des Pausenhofs nicht möglich“, so der Technische Leiter des Städtischen Bauamts Lothar Ilg.

Bei einem gemeinsamen Ortstermin freute sich Rektorin Alexandra Bauer, die Leiterin der Nachmittagsbetreuung Manuela Mauritz und die Vertreter der Stadt über den Beginn der Baumaßnahmen. Ziel sei es, so das städtische Bauamt, die Baumaßnahme in den Pfingstferien so weit wie möglich voranzutreiben und im Herbst abzuschließen.

Freisportanlage entsteht

Verbunden mit Schaffung der Flächen für die Nachmittagsbetreuung wird auch der Bau eines neuen Hartplatzes. Mit 20 x 30 Metern wird eine neue Tartanbahn errichtet, auf der die Schulkinder im Unterricht als auch in der Pause Sport treiben können.

„Diese Fläche steht dann natürlich auch für die Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. Durch den Bau können wir sicherstellen, dass die Kinder sich auch sportlich betätigen können, wenn es kurz davor geregnet hat“, so Bürgermeister Olaf Heinrich. Die Stadtverwaltung und die Schulleitung bitten um Verständnis für die nun gestartete Baumaßnahme. „Durch die Investition der Stadt wird das schulische Angebot genauso aber auch das Betreuungsangebot in unserer Grundschule am Schloss Wolfstein deutlich aufgewertet“, so Rektorin Bauer.

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Stellungnahme der Stadtverwaltung zur Unterbringung der Bewohner des Gebäudekomplexes Hammer 4 bis 7 nach dem Brandereignis

 

Die Sicherheitsbehörden sind in Fällen plötzlich auftretender (unfreiwilliger) Obdachlosigkeit (zum Beispiel Verlust der Wohnung) in der Regel verpflichtet, die Obdachlosigkeit bei Vorliegen einer konkreten Gefahr als Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu beseitigen. Nach Art. 7 Abs. 2 Nr. 3 LStVG können die Gemeinden als Sicherheitsbehörden für den Einzelfall Anordnungen treffen, um Gefahren abzuwehren und Störungen zu verhindern beziehungsweise zu beseitigen, die Leben, Gesundheit oder Freiheit von Menschen bedrohen oder verletzen. Dazu gehört, Obdachlosen eine vorübergehende Unterkunft einfacher Art zur Verfügung zu stellen, um eine konkrete Gefahr für deren Leben und Gesundheit bei fehlender Unterbringung beispielsweise infolge der Witterung abzuwenden.

Obdachlos im ordnungsrechtlichen Sinne ist, wer nicht über eine Unterkunft verfügt, die Schutz vor den Unbilden des Wetters bietet, Raum für die notwendigen Lebensbedürfnisse lässt und insgesamt den Anforderungen an eine menschenwürdige, das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit achtende Unterbringung entspricht. Zusätzlich erforderlich ist, dass die betreffende Person nicht in der Lage ist, für sich sowie gegebenenfalls ihre Familie in zumutbarer Weise aus eigenen Kräften eine Unterkunft zu beschaffen. In diesem Sinne waren die Brandleider, die nicht selbst für eine kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten sorgen konnten (z.B. Unterbringung bei Freunden oder Verwandten), zumindest am Abend des Brandes „obdachlos“ im Sinne des Sicherheitsrechts. Insofern war auch der Aufgabenbereich der Stadt Freyung als Sicherheitsbehörde zur Unterbringung der obdachlosen Brandleider eröffnet. Dieser Aufgabe kam die Stadt Freyung dadurch nach, dass kurzfristig eine ausreichende Zahl an Ferienwohnungen im Ferienpark Geyersberg sowie ein Bustransfer organisiert wurden. Die Aufgabe der Stadt Freyung als Sicherheitsbehörde erschöpft sich allerdings in der tatsächlichen Unterbringung von Obdachlosen. Die Stadt ist dagegen als Sicherheitsbehörde nicht für die Kostentragung für Unterkunft (und Verpflegung) zuständig.

Um die Brandleider verbindlich über die Unterbringungskosten am Ferienpark Geyersberg zu informieren, erhielten diese unverzüglich im Anschluss an die Unterbringung ein entsprechendes Schreiben. Mit den Eigentümern der (möblierten) Ferienwohnungen konnten Unterbringungssätze vereinbart werden, die denen einer vergleichbaren Mietwohnung in Freyung entsprechen. Nachdem die Brandleider nach bürgerlichem Recht (§ 536 BGB) für ihre unbewohnbaren Wohnungen keine Miete entrichten müssen bzw. hier einen vollständigen Mietminderungsanspruch haben, sollten somit für die Zeit der vorübergehenden Unterbringung im Ferienpark zumindest keine zusätzlichen Unterkunftskosten bei den Brandleidern entstehen. Aktuell (Stand: 13.05.2026) sind 10 Personen in 9 Wohnungen untergebracht. Die Unterbringung ist zeitlich nicht befristet und kann so lange erfolgen, bis eine neue Wohnung gefunden wird bzw. bis die alte Wohnung wieder nutzbar ist.

Die Stadt Freyung steht mit den caritativen Organisationen in Freyung in Kontakt, um kurzfristige Unterstützungsleistungen zu vermitteln. Insbesondere sei hier auf den Verein „Freyung hilft e.V.“ verwiesen. Auf das Vereinskonto können zweckgebundene Spendenzahlungen erfolgen (Kontoverbindung von „Freyung hilft e.V.“: IBAN: DE51 7405 1230 0000 0152 14). Nach Prüfung einer Bedürftigkeit werden hier Unterstützungszahlungen ermöglicht.Ein Austausch mit dem Landratsamt Freyung-Grafenau hat im Rahmen der Notunterbringung stattgefunden; eine Vermittlerrolle gegenüber dem Sozialamt ist aus Sicht der Stadt Freyung nicht notwendig oder zielführend.

Abschließend sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Stadt Freyung dankbar ist für die schnelle und unkomplizierte Hilfe, die durch viele Beteiligte an diesem dramatischen Abend geleistet worden ist. Angefangen bei der Vielzahl an ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden, die unter immensem persönlichem Einsatz äußerst professionell diese schwierige Situation gemeistert haben, über die Caritas, die kurzfristig für eine trockene und warme Wartemöglichkeit und eine Grundverpflegung gesorgt hat, die Brauerei, die die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt hat, einen einheimischen Busunternehmer, der kurzfristig für den Transfer der Betroffenen zur Verfügung stand usw.

Wir hoffen, dass die von diesem dramatischen Brandereignis betroffenen Personen bald wieder in geordnete Wohnverhältnisse kommen und das Erlebte hinter sich lassen können.

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Ausschreibung Gastronom für die Bewirtschaftung der „Almhütte“ auf dem Geyersberg 

 

Die Stadt Freyung Service GmbH sucht für die Sommersaison 2026, frühestens ab den Pfingstferien bis zu den Allerheiligenferien (25.05.2026 bis 01.11.2026) einen Gastronomen zur Bewirtung aller Sonntage und Veranstaltungen in der „Almhütte“ auf dem Geyersberg in Freyung.

In Kooperation mit der Stadt Freyung koordiniert die Stadt Freyung Service GmbH verschiedene Urlaubs- und Erholungsprogramme am Geyersberg. Durch die hervorragende Lage am Ferienpark und dem angrenzenden Spielplatz bedarf es eines Angebotes für die Zielgruppe Familien mit Kindern und Wanderer / Radfahrer.

Angeboten werden sollen heiße und kalte Getränke. Neben kleinen Snacks soll das Speisenangebot auch Süßspeisen beinhalten.

Bewerbungen sind ab sofort bis spätestens 29.05.2026 an folgende Adresse zu richten: Stadt Freyung Service GmbH Ferienpark Geyersberg Hr. Valentin Göllner Geyersberg 27-41 94078 Freyung 08551 / 583 (0) goellner@ferienpark-geyersberg.de.

Bei Fragen steht Ihnen Hr. Göllner gerne zur Verfügung.

Informationen zu den Grundlagen bzw. den vertraglichen Anforderungen:

Die sog. „Almhütte“ wurde zur Landesgartenschau 2023 grundlegend saniert und umgebaut und seither als Anlaufstation für die Besucher des Aktivparks / des Erlebnis-Spielplatzes im Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Freyung genutzt.

Folgende Bereiche stehen zur Verfügung:
• Raum zur Vorbereitung und Ausgabe von Speisen und Getränken (16 qm);
• Innensitzbereich (20 qm);
• Terrasse / Freischankfläche;
• Sitzmöglichkeiten für insgesamt ca. 60 Personen;
• Sanitäranlagen (auch zur Nutzung durch die Besucher des Spielplatzes / der Parkanlagen).

An Ausstattungsgegenständen / Mobiliar ist vorhanden und in der Pacht enthalten:
• Zwei Kühlschränke;
• Gastro-Spülmaschine;
• Kaffeemaschine;
• Arbeitsflächen und Spülbecken;
• Wandhängeschrank;
• Tische und Bestuhlung (Außenbereich) für ca. 60 Personen;
• Sonnenschirme;
• Soundsystem.

Weitere Ausstattungsgegenstände (z.B. Gefrierschränke) sowie Geschirr, Gläser und Besteck sind durch den Gastronomen selbst auf eigene Kosten zu beschaffen und vorzuhalten.

Einzelheiten zum Pachtvertrag
Der Pachtvertrag soll zunächst für eine Saison abgeschlossen werden mit der Option auf Verlängerung. Dem Verpächter ist an einer dauerhaften Verpachtung sehr gelegen. Die Pacht erfolgt im Wege einer Umsatzbeteiligung in Höhe von 15% an den Gesamteinnahmen zzgl. 19 % MwSt. und wird zum Ende der Saison abgerechnet.
In der Pacht sind die folgenden Nebenkosten bereits enthalten: Strom, Wasser- und Abwasser.

Die Müllentsorgung ist durch den Gastronomen auf eigene Kosten sicherzustellen. Der Gastronom hat weiterhin für die eigenständige Reinigung der Pachträume und Terrassenflächen zu sorgen. Die Sanitäranlagen (Toiletten) werden für die Besucher des Spielplatzes sowie der Parkflächen vorgehalten und entsprechend durch die Stadt Freyung gereinigt; diese können durch die Besucher der Almhütte kostenlos mitgenutzt werden.

Der Gastronom hat während der Sommersaison an den Sonntagen von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei schönem Wetter ein auf die Besucher der Almhütte abgestimmtes Warensortiment einschließlich alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke vorzuhalten. Darüber hinaus sollen auch kalte und warme Gerichte und Süßspeisen / Eiscreme angeboten werden.

Weiterhin ist der Gastronom verpflichtet, in Abstimmung mit der Leitung des Ferienparks Geyersberg, die gastronomische Versorgung der Veranstaltungen des Ferienparks vor Ort sicherzustellen. Geplant sind in der Sommersaison 2026 ca. 4 entsprechende Veranstaltungen. An den Samstagen soll es regionalen Vereinen ermöglicht werden, die Almhütte für die Durchführung von Vereinsfesten und -veranstaltungen einschließlich des vorhandenen Inventars zu nutzen (tagsüber öffentlich, ab 19.00 Uhr geschlossene Gesellschaft möglich). Den Vereinen soll durch den Gastronomen an den Samstagen ein entsprechend vorrangiges Nutzungsrecht eingeräumt werden. Ansonsten kann der Gastronom die Almhütte auch selbst an den Samstagen für ein gastronomisches Angebot nutzen. Die Zurverfügungstellung an Vereine an den Samstagen ist optional und nicht als verpflichtend festgelegt. Diese müsste über ein Unter-Pachtverhältnis zwischen Gastronom und Verein erfolgen.

Erwartungen an den Gastronomen:
Wünschenswert (aber keine Bedingung) sind einschlägige Erfahrungen in der Gastronomie oder vergleichbaren Bereichen. Im Laufe des Bewerbungsverfahrens behalten wir uns vor, ein polizeiliches Führungszeugnis bzw. bei Vorkenntnissen im Bereich der Gastronomie einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister anzufordern. Der Bewerbung ist ein gastronomisches Konzept einschl. einer Planung in Bezug auf das Warenangebot beizufügen. Eine Auswahlentscheidung wird aufgrund der Bewertung der Attraktivität des entsprechenden Konzepts erfolgen. In der Bewerbung ist eine Aussage zu treffen, ob eine Zusammenarbeit mit den regionalen Vereinen an den Samstagen erfolgen kann. Dies ist keine Voraussetzung, wird aber positiv gewertet.

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Rundgang im Rahmen des Tags der Städtebauförderung in Freyung am 9. Mai 2026 - 👉🏼 Kirchplatz - Kurhaus - Froschau - Stadtplatz - Brauerei Innenhof

„Lebendige Orte, starke Gemeinschaften.“ – unter diesem Motto startet Bürgermeister Dr. Heinrich um 10:30 Uhr den gemeinsamen Rundgang beim Kirchplatz und informiert bis 12:00 Uhr über Projekte, Planungen und Erfolge rund um die Gestaltung des öffentlichen Raums und der Fassaden in Freyung.

Die Förderprogramme der Städtebauförderung zählen zu den wichtigsten Instrumenten der Stadtentwicklung und wirken auch in unserer Stadt.

Jetzt schon den 9. Mai vormerken und unbedingt beim Rundgang dabei sein!

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Parkplätze am Naturbad für Badegäste auch diesen Sommer kostenlos

Während der Bayerischen Landesausstellung vom 24.04. - 08.11.26 wird auf dem Parkplatz beim Naturbad eine Gebühr von Euro 5,- für das Tagesticket verlangt, damit die Besucher der Landesausstellung hier dieselbe Parkgebühr bezahlen, wie auf dem Festplatz "Au".

Naturbad- und Saunabesucher haben dadurch aber keinen Nachteil, sie bekommen diese 5,- Euro im Bad zurück erstattet bzw. verrechnet.

Für Naturbad- und Saunabesucher bleibt der Parkplatz also kostenlos..

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