None None - Stadt Freyung

Historischer Tag für die Kreisstadt Freyung

 

Freyung/ Seeon. Die Entscheidung des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, in der Kreisstadt Freyung das niederbayerische Verwaltungsgericht anzusiedeln, bezeichnet Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich als „historischen Tag für unsere Stadt“. Bereits im vergangenen Jahr wurde in Niederbayern die Forderung laut, ein eigenes Verwaltungsgericht im Regierungsbezirk anzusiedeln. Begründet wurde dies vom Passauer Juraprofessor Dr. Holm Putzke, Initiator, unter anderem damit, dass das Verwaltungsgericht in Regensburg überlastet ist. „Dass der bayerische Ministerpräsident nun in einem weiteren Schritt der Dezentralisierung von Behörden in unsere Stadt 40 Stellen verlegt und ein Gericht schafft, das für ganz Niederbayern eine zentrale Funktion übernehmen wird, ist eine fantastische Nachricht. Durch unsere Nähe zur Universität Passau, an der eine exzellente Juristenausbildung stattfindet, bin ich sicher, dass ausreichend qualifizierte Bewerber für die neu zu schaffenden Stellen gefunden werden können“, so der Freyunger Bürgermeister.

Von großem Interesse sei nun, dass das Gericht in der Innenstadt angesiedelt werde. „Sobald der Flächenbedarf bekannt ist, werden wir konkrete Grundstücke vorschlagen. Mir ist wichtig: die zusätzliche Frequenz brauchen wir zur weiteren Stärkung unseres Stadtzentrums“, so Heinrich. Im Zuge der ersten Welle der Behördenverlagerungen des Freistaats Bayern bekam die Kreisstadt Freyung ein „Landesamt für Digitalisierung“. Die damals zugesagten vierzig Planstellen werden aktuell schrittweise nach Freyung verlagert. Der Mietvertrag für das bisherige Vermessungsamt, welches um die vierzig Stellen erweitert wird und im Endausbau rund achtzig Planstellen beinhalten wird, wurde jüngst um einige Jahre verlängert. Auch hier konnte die Stadt erreichen, dass der zentrumsnahe Standort erhalten blieb.

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Besuch in Seewalchen / Bürgermeister Johann Reiter zurückgetreten

Bild von links nach rechts: Designierter Bürgermeister Gerald Egger, Bgm. Johann Reiter, Stadtrat Otto Christoph, Stadtrat Winfried Stadler, Bgm. Olaf Heinrich, Stadtrat Josef Demm, Partnerschaftsbeauftragter Herbert Dachs-Machatschek mit Ehefrau Maria

 

Freyung. Am 12. Dezember, dem Tag, an dem er 65 Jahre alt wurde, leitete der langjährige Bürgermeister von Seewalchen am Attersee, Mag. Johann Reiter, seine letzte Gemeinderatssitzung. Zum 31. Dezember 2019 legt er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. „Es war eine herausfordernde und trotzdem schöne Zeit“ sagte Reiter in seiner Abschiedsansprache. Aus der Partnerstadt Freyung war eine Delegation angereist um den „Partner-Bürgermeister“ zu verabschieden. Vor 22 Jahren hatte Mag. Johann Reiter (ÖVP) die Nachfolge von Josef Limberger (SPÖ) angetreten, der gemeinsam mit Altbürgermeister Fritz Wimmer die Partnerschaft vor 1989 begründet hatte. Die Partnerschaft mit Freyung war ihm all die Jahre ein Anliegen. Gemeinsame Feste wie das Maibaumschmeißen in Seewalchen oder das Freyunger Volksfest besuchte er gerne, bei Kunstausstellungen und Jahreskonzerten der Marktmusikkapelle Seewalchen waren immer wieder Delegationen aus Freyung vertreten. „Es ist mir ein großes Anliegen Dank zu sagen“, so Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich am Ende der Gemeinderatssitzung im Rathaus von Seewalchen. „Danke für mehr als zwei Jahrzehnte echter Freundschaft. Danke für das vertrauensvolle Miteinander, für viele schöne Begegnungen die in Erinnerung bleiben werden“. Als Geschenk zum Abschied übergab er dem Bürgermeisterkollegen ein Hinterglasbild des Freyunger Stadtwappens und einen Gutschein für einen Thermalbadbesuch für das Ehepaar Reiter. Es gratulierten auch der Partnerschaftsbeauftragte des Stadtrates, Otto Christoph, Stadtrat Winfried Stadler und Stadtrat Josef Demm jun. In der nächsten Gemeinderatssitzung im Januar wird der Gemeinderat einen Nachfolger zum Bürgermeister wählen, der dann bis zur Kommunalwahl Mitte 2021 amtieren wird und sich dann einer Direktwahl stellen muss. Dem Vernehmen nach ist eine Mehrheit für Gerald Egger (ÖVP) gesichert.

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Schließzeiten zu Weihnachten

Das Rathaus ist mit Ausnahme des Standesamts vom 23.12.2019 bis einschließlich 03.01.2020 geschlossen. Das Standesamt ist werktäglich von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr für Notdienst geöffnet.

Hier erhalten Sie auch Informationen zu den Kommunalwahlen 2020.

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Den selbst erzeugten Strom im Blick

Freyung nutzt EnergieMonitor – Bayernwerk stellt Online-Tool im Rathaus vor – Energiebilanz transparent gemacht

Freyung Grün und regional: Künftig soll auch der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen. Wie es um die Eigenversorgung der Kreisstadt Freyung heute bestellt ist, zeigt künftig der EnergieMonitor der Bayernwerk Natur GmbH (Bayernwerk). Energieerzeugung und -verbrauch vor Ort bleiben mit dem innovativen Online-Tool des Bayernwerks immer fest im Blick – mit klarem Kurs auf die Energiewende vor Ort.

Dr. André Zorger, Leiter Kommunalmanagement für Ostbayern bei der Bayernwerk Netz GmbH, präsentierte das Online-Tool am Montag 09.Dezember 2019 gemeinsam mit Kommunalbetreuer Franz-Josef Bloier im Rathaus. „Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wer auf Kurs bleiben will, braucht vor allem eines: Transparenz. Der Monitor gibt detaillierten Aufschluss über die dezentrale Produktion und den Verbrauch für das gesamte Gemeindegebiet“, erklärte Dr. Zorger.

1. Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich ergänzte: „Wir in Freyung sind stolz darauf, die erste Gemeinde im Landkreis Freyung Grafenau zu sein, die dieses Instrument nutzt. Damit motivieren wir die Bürgerinnen und Bürger, sich mit eigenen Projekten an der Energiewende zu beteiligen und unsere Ökobilanz weiter zu verbessern.“

Zum EnergieMonitor Freyung: https://energiemonitor.bayernwerk.de/freyung

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Niederbayern bekommt eine Logopädieschule: Einrichtung soll 2021 in Freyung eröffnen – Stadt plant gGmbH zusammen mit Kliniken und Caritas

In der Kreisstadt Freyung (Landkreis Freyung-Grafenau) soll 2021 eine Berufsfachschule für Logopädie eröffnet werden. Die Stadt will dafür gemeinsam mit den Kreiskliniken und dem Caritasverband eine gemeinnützige GmbH gründen.

Ab dem Schuljahr 2021/22 würde somit die erste Klasse Logopädinnen und Logopäden ausgebildet werden, insgesamt drei Klassen sollen es bis Herbst 2023 sein. In Bayern gibt es aktuell insgesamt 14 Berufsfachschulen für Logopädie, keine davon in Niederbayern. Laut Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich, der das Konzept erarbeitet und am Montagabend dem Stadtrat vorgestellt hat, sei die Versorgung der Region mit Logopäden derzeit sehr unbefriedigend. Sowohl niedergelassene Logopäden mit langen Wartezeiten als auch Sozialverbände wie die Caritas im Landkreis Freyung-Grafenau und angrenzenden Landkreisen bestätigen, dass Logopäden dringend gesucht werden.

Die Logopädie richtet sich nicht nur an Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, sondern auch an Patienten, die beispielsweise aufgrund einer neurologischen Erkrankung das Sprechen wieder neu erlernen müssen. Aus diesem Grund beteiligen sich neben der Stadt Freyung auch der Kreis-Caritasverband und die Kliniken Am Goldenen Steig. Die Partner versprechen sich davon, den Personalmangel in ihren Gesundheitseinrichtungen künftig besser verringern zu können. Zudem ermöglichen die unterschiedlichen Fachrichtungen eine breite praktische Ausbildung für die jungen Logopäden. Langfristig plant auch die Technische Hochschule Deggendorf, einen Bachelorstudiengang für Logopädie anzubieten. Dies erklärte Vizepräsident Prof. Dr. Horst Kunhardt im Stadtrat. Wie Bürgermeister Heinrich betont, würden sich gerade diejenigen Berufsfachschulen für Logopädie in Bayern großer Bewerberzahlen erfreuen, an denen parallel ein Bachelor erworben werden kann. Neben einer verbesserten medizinischen Versorgung im Bereich Logopädie für ganz Niederbayern bedeutet die Berufsfachschule für die Stadt Freyung selbst eine weitere Belebung der Innenstadt. Nach drei Schuljahren werden dort in allen Klassen bis zu 70 Schüler aus ganz Niederbayern unterrichtet, von denen ein Teil während der Woche vor Ort wohnen und damit Kaufkraft nach Freyung bringen werden.

Zitate:

Dr. Olaf Heinrich, 1. Bürgermeister der Stadt Freyung „Mit der geplanten Logopädieschule stärken wir den Bildungsstandort Freyung und bilden junge Menschen für den ganzen Regierungsbezirk aus. Wir verbessern die medizinische Versorgung in der Region und beleben unseren Stadtkern. Ich bin dankbar, dass wir aus der Region so kraftvoll unterstützt werden. Im September 2021 wollen wir eröffnen und die ersten Schüler begrüßen.“

Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident der Technischen Hochschule Deggendorf: „Wir begrüßen diese Initiative sehr, da die Schule eine wichtige Ergänzung und Komplementierung des bestehenden medizinischen Angebotes in der Region darstellt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist es sinnvoll, dass wir selbst unsere Fachkräfte ausbilden und sich der Standort Niederbayern hier selbst hilft. Der Bedarf an Logopäden ist sehr hoch, das zeigen die erheblichen Wartezeiten. Die Logopädie ist nicht nur für die Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen im Kindesalter wichtig, sondern auch in der Neurologie. In einer älter werdenden Gesellschaft steigt das Risiko neurologischer Erkrankungen und damit der Bedarf an Sprachförderung und -rückgewinnung. Ab 2020 bieten wir den Masterstudiengang Berufspädagogik an, der auch die künftigen Logopäden beispielsweise für eine Schulleitung qualifiziert. Einen Bachelorstudiengang Logopädie können wir uns dann vorstellen, sobald die ersten Absolventen die Schule verlassen. Bis dahin gilt es für die Hochschule noch einiges abzustimmen, aber mit der Schulgründung ist ein erster Schritt dazu getan.“

Marcus Plaschke, Geschäftsführer der Kliniken Am Goldenen Steig GmbH: „Durch die Errichtung der Neurologie in diesem Jahr und dem für uns erfreulichen Wachstum ist die Nachfrage nach Behandlungen von Sprachstörungen sowie Schluckstörungen deutlich angestiegen und kann von den regionalen Logopädie-Praxen kaum noch bewältigt werden. Die Behandlung von Schluckstörungen ist sowohl bei neurologischen Erkrankungen als auch bei Demenz-Patienten oder allgemein in der Altersmedizin ein wichtiger Baustein. Das aktuell im Bau befindliche Zentrum für Altersmedizin wird in erheblichem Maße logopädische Therapiestunden benötigen. Durch die weiterhin steigende Lebenserwartung wird die Altersmedizin und damit der Bedarf an logopädischen Leistungen immer weiter steigen. Darum engagieren wir uns sehr gerne für die Ausbildung von benötigten Fachkräften in der Region.“

Josef Bauer, Vorsitzender des Kreis-Caritasverbandes: „Wir beteiligen uns an der gGmbH, weil wir uns davon versprechen, künftig mit den Absolventen auch die Versorgungslücken im eigenen Haus decken zu können. Auch wenn wohl nicht alle Schüler hier bleiben werden, so ist die Wahrscheinlichkeit doch höher, wenn vor Ort eine Ausbildung angeboten wird. In der Frühförderung und der Tagesstätte haben wir aktuell über 400 Kinder, von denen ein Großteil Bedarf an logopädischer Behandlung hat. Wir könnten dort sofort zwei Vollzeitstellen anbieten, langfristig als Verband mindestens fünf Stellen. Die Logopädie ist ein Mangelberuf, der Patienten ‚von der Wiege bis zur Bahre‘ behandelt. Gemeinsam mit den weiteren Partnern im Landkreis bekommen die Logopädieschüler in Freyung eine umfassende praktische Ausbildung. Ich bin davon überzeugt, dass die Schule sehr erfolgreich sein wird, denn wenn die richtigen Leute etwas gemeinsam in die Hand nehmen, entsteht ein vernünftiges und gutes Ergebnis.“

Dr. med. Gerhard Stömmer, niedergelassener HNO-Arzt in Freyung: „Ich befürworte das Vorhaben absolut, denn es schließt eine ganz große Lücke. Ich denke, dass alle lokalen HNO-Ärzte das so sehen. Sehr gerne können wir, wenn das gefragt ist, auch eine Dozententätigkeit in Sachen Anatomie oder Physiologie übernehmen.“ Susanna Duschl, selbstständige Logopädin in Freyung: „Die geplante Logopädieschule ist ein absoluter Gewinn für Freyung. Im Bayerischen Wald besteht ein großer Fachkräftemangel bei den Logopäden. Die Unterversorgung führt bei Patienten zu langen Wartezeiten. Es ist zu erwarten, dass durch eine Berufsausbildung vor Ort die Zahl der Logopäden im ostbayerischen Raum gesteigert werden kann. Dies würde dann auch eine schnellere, wohnortnahe Versorgung ermöglichen.“

Foto von links nach rechts: Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich Kliniken-Geschäftsführer Markus Plaschke Caritas-Vorstand Josef Bauer HNO-Arzt Dr. Gerhard Stömmer

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