Stadt - Stadt Freyung

Motto der Landesgartenschau steht fest: Wald.Weite.Wunderbar

Nachdem bereits vor wenigen Wochen das offizielle Logo der Bayerischen Landesgartenschau in Freyung 2022 vorgestellt wurde, wurde nun auch das Motto, der sogenannte „Claim“ für die Großveranstaltung bekanntgegeben. Bei jeder Landesgartenschau wird dies traditionell mit großer Spannung erwartet, schließlich ist der Titel nicht nur während der gesamten Vorbereitungsphase präsent, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch das inhaltliche Konzept und das gesamte Marketing dieser überregionalen, mehrmonatigen Veranstaltung.

Gelüftet wurde Geheimnis vor den Botschaftern des Landkreises Freyung-Grafenau, die sich am Mittwochabend in der Volksmusikakademie in Bayern trafen. Und diese zeigten sich begeistert von „Wald.Weite.Wunderbar“. Denn in diesen drei Begriffen steckt die Magie dieser einzigartigen Veranstaltung, die im Jahr 2022 eine Vielzahl an Besuchern nach Freyung und die gesamte Region locken wird: Der Wald, eine atemberaubende Atmosphäre mitten in intakter Natur, eingehüllt in die Baumkronen am 800 Meter hoch gelegenen Hausberg der Freyunger.

Der Geyersberg bildet die Grundlage für die höchstgelegene Landesgartenschau, die es je in Bayern gab und er bezaubert mit seinem unbeschreiblichen Panorama, das einem die Weite und die Freiheit spüren lässt. Die Natur hautnah erleben, in die Welt langlebiger Traditionen der Region eintauchen und gemeinsam mit den Menschen in Freyung und der Region einen ganzen Sommer lang dieses einmalige Fest feiern. Schon jetzt steigt die Vorfreude, was auch beim Botschaftertreffen deutlich wurde. Alle waren sich einig: „Das wird wunderbar.“

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„Artenschutz ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ - Stadt wird eigene Grünflächen bienenfreundlich gestalten

Karel Kleijn, Biologe aus der Gemeinde Hohenau und langjähriger Aktiver im Landesbund für Vogelschutz und Bund Naturschutz in Bayern hat den Auftrag der Stadtverwaltung ein Konzept entwickelt, wie die Stadt ihre öffentlichen Flächen in Zukunft so pflegen kann, dass Insektenfreundlichkeit gefördert und Blühwiesen entstehen können. In Absprache mit den beiden Ortsobmännern des Bayerischen Bauernverbandes, Josef Manzenberger (Kreuzberg) und Franz Krückl (Freyung) wurde das Konzept nun auf den Weg gebracht.


Wie jede andere Gemeinde verfügt Freyung über eine Vielzahl von kleineren Flächen, die seit Jahrzehnten vom Bauhof gepflegt werden. Es handelt sich um Wiesen rund um Buswartehäuschen, um Böschungen, größere Flächen wie rund um das Freyunger Feuerwehrhaus, Spielplätze und innerstädtische Grünzonen wie den Auenpark oder den Langgarten. „In den vergangenen Jahren hat unser Bauhof hier mit großem Einsatz eine kontinuierliche Pflege sichergestellt. Wenn wir als Kommune einen Beitrag dazu leisten wollen, dass Insekten gute Lebensräume haben und die Biodiversität erhalten bleibt, dann können und müssen wir selber aktiv werden“, erläutert Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich. Um eben dieses Ziel zu erreichen beauftragte das städtische Bauamt im vergangenen Jahr Karel Kleijn, der als Diplombiologe über einen großen Erfahrungsschatz in der Region verfügt. „Natürlich wird es auch in Zukunft Flächen geben, die häufig gemäht werden müssen. Als Beispiel nenne ich hier Spielplätze, auf denen Kinder kurze Rasen benötigen“, so Karel Kleijn. In der Vorstellung seines Gesamtkonzepts verwies er jedoch ausdrücklich darauf, dass Randbereiche auch bei Spielplätzen, genauso wie im Auenpark oder entlang von Böschungen durch eine seltene Maht viel artenreicher werden können als dies heute der Fall ist. „Hier geht es um eine schrittweise Verbesserung der Artenvielfallt. Dies wird jedoch nicht nur dadurch gelingen, dass seltener gemäht wird. Es sollten auch Einsaaten von regionalen Blühpflanzen erfolgen“, so Diplombiologe Kleijn.


Bauernverband: tolles Signal!


Die beiden für die Stadt Freyung zuständigen Ortsobmänner des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) begrüßen die Initiative der Stadtverwaltung. Sie legen großen Wert darauf, dass die Ziele des Volksbegehrens nur gesamtgesellschaftlich erreicht werden können. „Dass die Stadt Freyung hier mit einem Gesamtkonzept vorangeht, begrüße ich sehr“, so der Freyunger Ortsobmann Franz Krückl aus Oberndorf. Er verweist darauf, dass man eine gute Öffentlichkeitsarbeit benötigen werde um deutlich zu machen, dass eine spätere Maht erforderlich und sinnvoll sei. Spätestens wenn Gräser braun werden, könnte dies zu kritischen Rückmeldungen aus der Bevölkerung führen. Um einen Beitrag zur Information der Öffentlichkeit zu leisten kann sich der BBV vorstellen, einen Beitrag im Rahmen der Gartenschau unter dem Motto „neue Wege in der Landwirtschaft“ zu gestalten. „Aber gerade das Verblühen und neue Aussähen der Pflanzen ist notwendig“, so Karel Kleijn. Josef Manzenberger, der Ortsobmann von Kreuzberg, sieht in der Initiative der Stadt „ein tolles Signal“, weil damit deutlich werde, dass nicht die Bauern alleine für Artenvielfallt und Insektenschutz zuständig seien. „Dazu kann jeder Einzelne private Grundstückseigentümer beitragen. Wer nur einen englischen Rasen haben möchte und jeden Grasschnitt, jeden Ast und alles Laub in der braunen Tonne entsorgt, der macht es Insekten schwer und entfernt ihre Nahrung. Wer in Randbereichen einen wilden Bewuchs zulässt, wer die Blumen so lange wachsen lässt bis sie verblüht sind, der schafft kleine grüne Inseln auch in jeder städtischen Siedlung.“, so Landwirtschaftsmeister Josef Manzenberger.


Der technische Leiter des städtischen Bauamts, Lothar Ilg, und der Vorarbeiter im städtischen Bauhof, Thomas Blöchl, sind davon überzeugt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen erst „eingeübt und selbstverständlich werden müssen“. Eine große Arbeitserleichterung erwartet der Blöchl nicht, vielmehr würden sich die Arbeitsabläufe ändern und es müsse ein Teil des Bauhofs anders organisiert werden. „Ganz wichtig ist mir jedoch: die Bevölkerung sollte wissen, dass wir mit guten Gründen so handeln. Es geht ausdrücklich nicht um Einsparungen oder den Versuch, weniger Aufwand zu haben“, so Blöchl. Er weist darauf hin, dass gerade die Entwicklung von blühenden Randstreifen zu mehr Handarbeit führen werde.


Stadt, Bauern und Bürger: Hand in Hand


Als Ziel der Initiative bezeichnet Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich, dass „für jeden Bewohner unserer Stadt möglichst deutlich wird, dass wir ein Gesamtkonzept und eine gemeinsame Anstrengung brauchen, um zu einem Ort zu werden, indem Arten- und Insektenschutz großgeschrieben werden. Es sind nicht die großen Investitionen, die dies möglich machen. Vielmehr kann jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Die Stadt geht hier – in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Bauernverband vor Ort – voran. Es soll auch klar sein, dass unsere Landwirte eine zentrale Funktion in der Gesellschaft bekleiden. Sie produzieren nicht nur hochwertige Nahrungsmittel, sondern pflegen seit Generationen die einzigartige Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes“, so Dr. Heinrich.


Ab dem Frühjahr 2020 wird das Gesamtkonzept von Karel Kleijn nun auf allen städtischen Flächen umgesetzt. Mit dem Biologen wurde vereinbart, dass das Bauamt und der Bauhof gerade im ersten Jahr in engem Austausch mit ihm bleiben um bei Rückfragen eine schnelle Klärung zu erhalten. Die Wiederauflage zweier im vergangenen Jahr erfolgreicher gestarteter Angebote ist ebenfalls geplant. So wird die Stadt im Frühjahr erneut Blumensamen für artenreiche Blühflächen in privaten Gärten verschenken. Auch das Angebot, alte Obstbäume vergünstigt erwerben zu können, wurde im letzten Jahr sehr gut angenommen. Es wird eine Neuauflage im Jahr 2020 geben.

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Den selbst erzeugten Strom im Blick

Freyung nutzt EnergieMonitor – Bayernwerk stellt Online-Tool im Rathaus vor – Energiebilanz transparent gemacht

Freyung Grün und regional: Künftig soll auch der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen. Wie es um die Eigenversorgung der Kreisstadt Freyung heute bestellt ist, zeigt künftig der EnergieMonitor der Bayernwerk Natur GmbH (Bayernwerk). Energieerzeugung und -verbrauch vor Ort bleiben mit dem innovativen Online-Tool des Bayernwerks immer fest im Blick – mit klarem Kurs auf die Energiewende vor Ort.

Dr. André Zorger, Leiter Kommunalmanagement für Ostbayern bei der Bayernwerk Netz GmbH, präsentierte das Online-Tool am Montag 09.Dezember 2019 gemeinsam mit Kommunalbetreuer Franz-Josef Bloier im Rathaus. „Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wer auf Kurs bleiben will, braucht vor allem eines: Transparenz. Der Monitor gibt detaillierten Aufschluss über die dezentrale Produktion und den Verbrauch für das gesamte Gemeindegebiet“, erklärte Dr. Zorger.

1. Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich ergänzte: „Wir in Freyung sind stolz darauf, die erste Gemeinde im Landkreis Freyung Grafenau zu sein, die dieses Instrument nutzt. Damit motivieren wir die Bürgerinnen und Bürger, sich mit eigenen Projekten an der Energiewende zu beteiligen und unsere Ökobilanz weiter zu verbessern.“

Zum EnergieMonitor Freyung: https://energiemonitor.bayernwerk.de/freyung

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Pressemitteilung: Stadt Freyung enthüllt Logo für Bayerische Landesgartenschau 2022

Kreativagentur siimple entwickelt Erscheinungsbild und Marketingmaßnahmen


Noch sind es etwas über zwei Jahre bis die Bayerische Landesgartenschau am Geyersberg
in Freyung stattfindet. Bis dahin ist noch einiges zu tun: Neben Landschaftsarchitekten
und Bauunternehmen, die für das Gelände am Geyersberg verantwortlich sind, ist das
Erscheinungsbild der Landesgartenschau ein weiterer wichtiger Pfeiler: Die Identität,
das Design und die Gestaltung. Zusammen mit der betreuenden Kreativagentur siimple
GmbH aus Freyung wurde das Logo für die Bayerische Landesgartenschau 2022 im
Rahmen einer Sitzung des Tourismus- und Marketingausschusses der Stadt Freyung
enthüllt und ein erster Einblick in die Gestaltungswelt gegeben.


Auf Basis eines immer wiederkehrenden Gestaltungsrasters soll sich die Kommunikation
für die Landesgartenschau aus mehreren visuellen Teilen zusammensetzen. Der erste
Schritt, die erste Blume dieses Gestaltungsrasters wurde nun zum ersten Mal präsentiert:


Das Logo ist das Aushängeschild der Landesgartenschau, für viele der erste Kontakt und
erstes Aufeinandertreffen. Sei es in Magazinen, in Tageszeitungen, auf Social-Media-
Kanälen oder auf Plakaten. Das Logo soll hängen bleiben. Gleichzeitig soll das Logo aber
auch zusammenfassen für was Freyung steht, sowohl die Veranstaltung als auch die Stadt
sollen darin mit ihren Vorzügen und ihrer Einzigartigkeit repräsentiert werden.


Aus diesen Vorgaben und Rahmenbedigungen entstand und erblüht nun das Logo der
Freyunger Landesgartenschau, das in sich wieder – wie ein Blumenstrauß – harmonisch
ist, sich und das Event selbst ergänzt und für mehr steht als man auf den ersten Blick
denkt:


Direkt ins Auge springt das bekannte Freyunger Y. Auch im Logo der Landesgartenschau
ist es prominent erkennbar und zentral platziert. Als dreiblättrige Blüte mit
unterschiedlich eingefärbten Blättern steht das Y nicht nur für die Vielfalt an Pflanzen,
Blumen und Vielfalt der Stadt, sondern ebenso für die Vielfalt der Menschen, die im
Landkreis Freyung wohnen und die Vielfalt an Besuchern, die man 2022 willkommen
heißen will. Die Blume - für viele der Inbegriff für Natur und damit auch für die Freyunger
Landesgartenschau - als zentrales Element wurde abstrahiert, vereinfacht und setzt sich
aus einem wiederkehrenden Blattelement zusammen.


Der Austragungsort, der Veranstaltungszeitraum sowie das Jahr 2022 werden in großen,
deutlich erkennbaren Lettern abgebildet. Anfangs- und Endbuchstabe des Stadtnamens
stehen in Versalien. Wahllos gemischt? Keinesfalls – Freyung, das kann man nicht in eine
Schublade stecken. Die Stadt und die Bayerische Landesgartenschau halten für jeden
etwas spannendes bereit, sind vielfältig, zugänglich und offen für Neues.


Die Farben sind ebenfalls sorgfältig gewählt und spiegeln den Veranstaltungsort, den
Geyersberg selbst wieder. Die Schrift in tiefem Blaugrün mimt Baumkronen, Waldnähe
und die Einzigartigkeit der Landesgartenschau in dieser Szenerie. Die Blütenblätter mit
kräftigem Grasgrün, freundlichem Sonnengelb und aufregender Himbeere repräsentieren
zusammen das prachtvolle Blumenmeer, die Vielfältigkeit der Pflanzen und sorgen für
einen spannenden Gegenpol zum beruhigenden Blaugrün der Schrift.


Authentisch, sympathisch, aktiv, traditionsbewusst, zukunftsorientiert – ein Fest für jung
und alt – das ist die Landesgartenschau in Freyung und so möchte sich die Stadt auch an
alle Besucher nach Innen und Außen mit diesem Logo präsentieren.


Verantwortlich für das Logo, das dazu passende visuelle Konzept und ein umfangreiches
Marketingprogramm ist die Kreativagentur siimple GmbH aus Freyung. An einem
öffentlich ausgeschriebenen und mehrstufigen Vergabeverfahren im Sommer 2019
nahmen mehrere regionale und überregionale Agenturen teil und präsentierten ihre
Ideen und Konzepte. Die junge Freyunger Agentur überzeugte die Jury mit ihrem
ganzheitlichen und umfassenden Konzept. Das zwölfköpfige Team rund um die
Agenturinhaber Christina und Daniel Gotsmich, sowie Rainer Jungwirth kümmern sich ab
sofort gemeinsam mit Katrin Obermeier und Claudia Lenz, den Geschäftsführerinnen der
Freyung 2022 gGmbH um die Ausarbeitung des Konzeptes.


Zur Eröffnung des Freyunger Weihnachtsmarktes kann das Logo auch schon in den
Händen gehalten werden: Am 30.11. nach der Eröffnung durch den Bürgermeister
Dr. Olaf Heinrich und das Freyunger Christkind (ca. 16:00 Uhr) und am 01.12. zur
Nikolausaussendung (ca. 16:30 Uhr) verteilt das Freyunger Christkind Lena kostenlose
Autoaufkleber mit dem Logo der Bayerischen Landesgartenschau 2022. Das kleine
Geschenk entlässt alle in die Adventszeit und sorgt schon einmal für Vorfreude auf die
immer näher rückende Bayerische Landesgartenschau Freyung 2022.

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Niederbayern bekommt eine Logopädieschule: Einrichtung soll 2021 in Freyung eröffnen – Stadt plant gGmbH zusammen mit Kliniken und Caritas

In der Kreisstadt Freyung (Landkreis Freyung-Grafenau) soll 2021 eine Berufsfachschule für Logopädie eröffnet werden. Die Stadt will dafür gemeinsam mit den Kreiskliniken und dem Caritasverband eine gemeinnützige GmbH gründen.

Ab dem Schuljahr 2021/22 würde somit die erste Klasse Logopädinnen und Logopäden ausgebildet werden, insgesamt drei Klassen sollen es bis Herbst 2023 sein. In Bayern gibt es aktuell insgesamt 14 Berufsfachschulen für Logopädie, keine davon in Niederbayern. Laut Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich, der das Konzept erarbeitet und am Montagabend dem Stadtrat vorgestellt hat, sei die Versorgung der Region mit Logopäden derzeit sehr unbefriedigend. Sowohl niedergelassene Logopäden mit langen Wartezeiten als auch Sozialverbände wie die Caritas im Landkreis Freyung-Grafenau und angrenzenden Landkreisen bestätigen, dass Logopäden dringend gesucht werden.

Die Logopädie richtet sich nicht nur an Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, sondern auch an Patienten, die beispielsweise aufgrund einer neurologischen Erkrankung das Sprechen wieder neu erlernen müssen. Aus diesem Grund beteiligen sich neben der Stadt Freyung auch der Kreis-Caritasverband und die Kliniken Am Goldenen Steig. Die Partner versprechen sich davon, den Personalmangel in ihren Gesundheitseinrichtungen künftig besser verringern zu können. Zudem ermöglichen die unterschiedlichen Fachrichtungen eine breite praktische Ausbildung für die jungen Logopäden. Langfristig plant auch die Technische Hochschule Deggendorf, einen Bachelorstudiengang für Logopädie anzubieten. Dies erklärte Vizepräsident Prof. Dr. Horst Kunhardt im Stadtrat. Wie Bürgermeister Heinrich betont, würden sich gerade diejenigen Berufsfachschulen für Logopädie in Bayern großer Bewerberzahlen erfreuen, an denen parallel ein Bachelor erworben werden kann. Neben einer verbesserten medizinischen Versorgung im Bereich Logopädie für ganz Niederbayern bedeutet die Berufsfachschule für die Stadt Freyung selbst eine weitere Belebung der Innenstadt. Nach drei Schuljahren werden dort in allen Klassen bis zu 70 Schüler aus ganz Niederbayern unterrichtet, von denen ein Teil während der Woche vor Ort wohnen und damit Kaufkraft nach Freyung bringen werden.

Zitate:

Dr. Olaf Heinrich, 1. Bürgermeister der Stadt Freyung „Mit der geplanten Logopädieschule stärken wir den Bildungsstandort Freyung und bilden junge Menschen für den ganzen Regierungsbezirk aus. Wir verbessern die medizinische Versorgung in der Region und beleben unseren Stadtkern. Ich bin dankbar, dass wir aus der Region so kraftvoll unterstützt werden. Im September 2021 wollen wir eröffnen und die ersten Schüler begrüßen.“

Prof. Dr. Horst Kunhardt, Vizepräsident der Technischen Hochschule Deggendorf: „Wir begrüßen diese Initiative sehr, da die Schule eine wichtige Ergänzung und Komplementierung des bestehenden medizinischen Angebotes in der Region darstellt. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist es sinnvoll, dass wir selbst unsere Fachkräfte ausbilden und sich der Standort Niederbayern hier selbst hilft. Der Bedarf an Logopäden ist sehr hoch, das zeigen die erheblichen Wartezeiten. Die Logopädie ist nicht nur für die Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen im Kindesalter wichtig, sondern auch in der Neurologie. In einer älter werdenden Gesellschaft steigt das Risiko neurologischer Erkrankungen und damit der Bedarf an Sprachförderung und -rückgewinnung. Ab 2020 bieten wir den Masterstudiengang Berufspädagogik an, der auch die künftigen Logopäden beispielsweise für eine Schulleitung qualifiziert. Einen Bachelorstudiengang Logopädie können wir uns dann vorstellen, sobald die ersten Absolventen die Schule verlassen. Bis dahin gilt es für die Hochschule noch einiges abzustimmen, aber mit der Schulgründung ist ein erster Schritt dazu getan.“

Marcus Plaschke, Geschäftsführer der Kliniken Am Goldenen Steig GmbH: „Durch die Errichtung der Neurologie in diesem Jahr und dem für uns erfreulichen Wachstum ist die Nachfrage nach Behandlungen von Sprachstörungen sowie Schluckstörungen deutlich angestiegen und kann von den regionalen Logopädie-Praxen kaum noch bewältigt werden. Die Behandlung von Schluckstörungen ist sowohl bei neurologischen Erkrankungen als auch bei Demenz-Patienten oder allgemein in der Altersmedizin ein wichtiger Baustein. Das aktuell im Bau befindliche Zentrum für Altersmedizin wird in erheblichem Maße logopädische Therapiestunden benötigen. Durch die weiterhin steigende Lebenserwartung wird die Altersmedizin und damit der Bedarf an logopädischen Leistungen immer weiter steigen. Darum engagieren wir uns sehr gerne für die Ausbildung von benötigten Fachkräften in der Region.“

Josef Bauer, Vorsitzender des Kreis-Caritasverbandes: „Wir beteiligen uns an der gGmbH, weil wir uns davon versprechen, künftig mit den Absolventen auch die Versorgungslücken im eigenen Haus decken zu können. Auch wenn wohl nicht alle Schüler hier bleiben werden, so ist die Wahrscheinlichkeit doch höher, wenn vor Ort eine Ausbildung angeboten wird. In der Frühförderung und der Tagesstätte haben wir aktuell über 400 Kinder, von denen ein Großteil Bedarf an logopädischer Behandlung hat. Wir könnten dort sofort zwei Vollzeitstellen anbieten, langfristig als Verband mindestens fünf Stellen. Die Logopädie ist ein Mangelberuf, der Patienten ‚von der Wiege bis zur Bahre‘ behandelt. Gemeinsam mit den weiteren Partnern im Landkreis bekommen die Logopädieschüler in Freyung eine umfassende praktische Ausbildung. Ich bin davon überzeugt, dass die Schule sehr erfolgreich sein wird, denn wenn die richtigen Leute etwas gemeinsam in die Hand nehmen, entsteht ein vernünftiges und gutes Ergebnis.“

Dr. med. Gerhard Stömmer, niedergelassener HNO-Arzt in Freyung: „Ich befürworte das Vorhaben absolut, denn es schließt eine ganz große Lücke. Ich denke, dass alle lokalen HNO-Ärzte das so sehen. Sehr gerne können wir, wenn das gefragt ist, auch eine Dozententätigkeit in Sachen Anatomie oder Physiologie übernehmen.“ Susanna Duschl, selbstständige Logopädin in Freyung: „Die geplante Logopädieschule ist ein absoluter Gewinn für Freyung. Im Bayerischen Wald besteht ein großer Fachkräftemangel bei den Logopäden. Die Unterversorgung führt bei Patienten zu langen Wartezeiten. Es ist zu erwarten, dass durch eine Berufsausbildung vor Ort die Zahl der Logopäden im ostbayerischen Raum gesteigert werden kann. Dies würde dann auch eine schnellere, wohnortnahe Versorgung ermöglichen.“

Foto von links nach rechts: Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich Kliniken-Geschäftsführer Markus Plaschke Caritas-Vorstand Josef Bauer HNO-Arzt Dr. Gerhard Stömmer

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